Kinderfuesse
November 2009

Ja zu gebrauchten Kinderschuhenvergrössern

Ja zu gebrauchten Kinderschuhen


Sarahs Mutter war es beim Hamburger Kinderfußmesstag richtig peinlich: „Meine Kleine trĂ€gt gebrauchte Schuhe. Ist das schĂ€dlich?“ Eine Frage, die das Forschungsteam jeden Herbst, wenn es Zeit wird fĂŒr Winterschuhe, hundertfach gestellt bekommt. Von schimpfenden Omas und von der Angst vor Fußverformungen wird dann berichtet. Von Fehlstellungen und vom Spott, dem MĂŒtter bei Fragen zu diesem Thema im Schuhhandel ausgesetzt sind. Genug GrĂŒnde, die Sache erstmals genauer unter die Lupe zu nehmen.
725 MĂŒtter wurden befragt und die KinderfĂŒĂŸe und die gebrauchten Kinderschuhe auf mögliche VerĂ€nderungen hin untersucht. Das erstaunliche Ergebnis: Fast jede zweite Mutter verwendet gebrauchte Kinderschuhe – und schĂ€mt sich dabei. „Kein Grund“, sagt OrthopĂ€de Christian Klein, Spezialist in Sachen KinderfĂŒĂŸe. „Seit Jahrzehnten wird Eltern ein schlechtes Gewissen eingeredet. Behauptungen, nach denen ein Kind die Fußform oder gar den Gang des Vorbesitzers annehmen könnte, gehören aus wissenschaftlicher Sicht ins Reich der MĂ€rchen.“ Secondhand-Kinderschuhe haben nach Angaben der Experten sogar zwei Vorteile. Es macht ökonomisch und ökologisch Sinn, weil Eltern Geld und Rohstoffe sparen.
Zwei Tipps der Forscher fĂŒr die Auswahl der Schuhe: Sie sollten nicht einseitig abgelaufen sein und den kleinen FĂŒĂŸen 12 bis 17 mm Spielraum bieten. Dazu mĂŒssen die FĂŒĂŸe und die InnenlĂ€nge der Schuhe gemessen werden.
Link: Ja zu gebrauchten Kinderschuhen
Ob beim Onlineshopping oder beim Schuhaustausch im Familienkreis, Sarahs Mutter braucht in Zukunft nie wieder ein schlechtes Gewissen zu haben.



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